D. Benioff: Stadt der Diebe

Leningrad im Kriegswinter 1942, die Deutschen belagern die Stadt (Leningrader Blockade) und ein jugendlicher Plünderer und ein Deserteur sollen 12 Eier besorgen, um nicht zum Tode verurteilt zu werden – weniger als eine Woche haben Sie dafür Zeit.

In einer Stadt der Diebe, in der ein Menschenleben nichts mehr wert ist und der Hunger unvorstellbar begeben sich die zwei ungleichen Männer auf die Suche.

In sehr eindrucksvollen Bildern, z. T. mit sehr drastischer Wortwahl, wird die verzweifelte Suche der Beiden beschrieben. Das Buch zieht einen mit dieser spannend erzählten Geschichte schon gleich in seinen Bann und hält diese Spannung auch bis zur letzten Seite.

Und während die Protagonisten jeden Tag ums Überleben kämpfen stellt sich eine Frage immer neu:

Wenn die Astronomen recht hatten und das Universum tatsächlich mit Sternen vollgestopft ist, viele davon weitaus größer als unsere Sonne, und wenn das Licht sich immer und ewig ausbreitet, ohne langsamer oder schwächer zu werden, warum leuchtet der Himmel dann nicht zu jeder Tageszeit?

Ein wirklich bewegendes Buch über eine verzweifelte Suche nach Eiern, Freundschaft und ein wenig Würde…