Kategorie-Archiv: analytisch

Twitternde Politiker

Ja, langsam wird es politisch. Nachdem seit Mitte Februar wahl.de online ist, über die ich hier schon berichtet hatte, ist jetzt Parteigeflüster mit dabei.

Dort beschränkt man sich allerdings auf die Aktivitäten von Politikern und Parteien bei Twitter. Zur Zeit bündelt man über 200 Twitter-Streams von Politikern bzw. Gruppierungen der CDU, SPD, FDP und den Grünen. Diese “Ströme” kann man als RSS-Feed abonnieren und ist somit immer im Bilde.

Via Basic Thinking Blog

Politiker im Web

Spätestens seit dem us-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im letzten Jahr ist das Thema Politik in den sog. Web 2.0-Medien auch hierzulande ein Thema. Eine Seite hat es sich jetzt zur Aufgabe gemacht zu beobachten welche Politiker und welche Parteien dabei besonders aktiv sind.

Die Macher von wahl.de (noch in der Beta-Phase) beobachten dafür verschiedene Plattformen (facebook, twitter, youtube etc.), lassen aber auch individuelle Rechercheergebnisse in die Rankings einfließen. So werden die “Big Mover” (Zuwachs an Freunden, Followern o. ä.) und die “Big Shaker” (Zuwachs an Veröffentlichungen) der vergangenen 7 Tage präsentiert. Beobachtet werden Politiker sämtlicher Ebenen (Europa bis Kommune) aus den Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke.

Insgesamt ein sehr interessantes Projekt, das in diesem “Wahljahr 2009″ sicherlich noch an Bedeutung gewinnen wird.

Fakten, Fakten, Fakten, but

annieone hat mir ein Stöckchen zugeworfen und ich habe es aufgefangen. Das Motto lautet:

I have to tell 6 quirky yet boring, unspectacular details about myself & 6 unverblümte Fakten über mich in Gegensätzen formuliert

  1. I love to go early to bed, aber die Nacht-Talkshows halten mich immer wieder wach
  2. I love to sleep in, aber ich stehe jeden Morgen spätestens um 8:00 Uhr auf
  3. I would really like to have a clean kitchen, aber ich hasse es die Küche zu putzen
  4. I really like to eat special dinners, aber ich koche nicht gerne aufwändig
  5. I hate having stress, aber ich mache den auch gerne selber
  6. I dislike stains on my glasses, aber ich putze meine Brille (fast) nie (selber)

Privatheit im Blog

Ich bin vor einigen Tagen über einen sehr interessanten Blogbeitrag von Nisha Chittal gestolpert, den sie als Gastbeitrag auf Life in the Middle Lane verfasst hat: Finding the strength to live transparently.

Es geht um die Frage wieviel privates man von sich in seinem Blog preis gibt. Sie berichtet davon, dass sie Blogs sogar schon aufgegeben hat, als zuviele Menschen aus ihrem Offline-Leben davon erfahren hatten und mitlasen.

Mittleweile plädiert sie allerdings dafür, dass man im Blog bzw. online die gleiche Person sein sollte wie auch offline:

But transparency means finally being free to be you no matter what, it means you finally get to quit hiding and casting off the chains of what other people think- and it makes you a whole lot stronger.

Sie verweist dafür auf einige interessante Blogartikel:

Blog under your real name and ignor the harassment von Penelope Trunk
Young, Professional, Alcoholic von Holly Hoffman
Blog08 Speech von Loren Feldman

Ich persönlich denke, dass jeder Blogger für sich selbst die richtige Dosis an “Privatheit” finden muss, dies hängt zudem auch sehr stark mit dem Blog selber zusammen, den man führt. Ein rein geschäftlicher Blogger kann die Leser sehr irritieren, wenn auf einmal auch private Dinge gebloggt werden und ein rein privater Blog verprellt vielleicht Leser, wenn nur noch unpersönliche Artikel erscheinen.

Ich denke, dass sehr viele (vielleicht die Mehrzahl?) Blogs eine Mischform darstellen, wobei die Gewichtung in privat und nicht-privat in allen Schattierungen zu finden ist. Letztendlich kommt es darauf an, dass man sich mit seinem Blog wohl fühlt, sich nicht dafür schämt oder sich Sorgen machen muss, ob ihn der Arbeitgeber findet. Ich persönlich halte mich an eine Devise, die ich auch mal in einem Blog gelesen habe (Ich erinnere mich allerdings leider nicht mehr daran in welchem.): man sollte nur das Bloggen, was man auch öffentlich auf dem Bahnhofsvorplatz kund tun würde.